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Live-Kommunikation als Schlüssel für den Erfolg bei Veränderungsprozessen

10 Tipps für einen erfolgreichen Change

Der Wandel ist immer und überall – dies sei in Abwandlung der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“ vorangestellt. Reorganisation gehört zum gelebten Veränderungsalltag, der im Zeitalter von demografischem Wandel, digitaler Transformation und den immer schneller hochzählenden Innovationszyklen in jede Unternehmensstruktur implementiert sein muss. Aber mancher Change ist „Primus inter pares“ und bedarf besonderer Maßnahmen, damit er nicht verpufft oder scheitert. Hier ist es wesentlich

... klar und offen zu kommunizieren
... das große Ziel und Meilensteine klar verständlich zu machen
... Mitarbeiter mitzunehmen /Verantwortung an Mitarbeiter zu übertragen.

Dazu eignen sich weder Rundschreiben, Artikel in Mitarbeiterzeitschriften oder Social-Media-Kampagnen. Wichtige Nachrichten müssen persönlich überbracht werden – alles andere würde entweder als Missachtung empfunden werden oder es weckte den Zweifel an der Bedeutung und Ernsthaftigkeit der zu vermittelnden Botschaft. Live-Kommunikation ist ideal für Change-Projekte, weil sie eine gemeinsame Realität schafft. Nach dem gemeinsam erlebten Event weiß jeder Teilnehmer, dass alle Kollegen exakt die gleichen Informationen bekommen und dieselbe Stimmung miterlebt haben. Darauf lässt sich in der Folge aufbauen. Wer die positive Impulswirkung eines Change-Events nutzt, schafft den ersten Schritt im Change-Prozess spielend und hat eine solide Basis, auf der sich aufbauen lässt.

10 Tipps für einen erfolgreichen Change

1. Bedarf erkennen. Wenn der Wandel systemimmanent ist, wie erkenne ich den besonderen, der Live-Kommunikation benötigt? Es ist der, der einmalig erfolgt, alle betrifft und eine allgemeine Verhaltensänderung hervorrufen muss – Beispiele sind: Personalabbau oder Unternehmensverkauf, Akquisition oder Fusion, Sanierungsprojekte aber auch Kulturthemen wie die Einführung von Leitbildern und neuen Führungsstrukturen.

2. Alle mitnehmen. Das richtige Format ist entscheidend. Eine große Rede einer charismatischen Führungspersönlichkeit oder eine Show können viel bewirken, aber sie degradieren die Mitarbeiter zu Erfüllungsgehilfen und passiven Empfängern. Gute Formate inszenieren den Dialog und lassen Teilnehmer am Change teilhaben – zum Beispiel auf einem Infomarkt, mit einer interaktiven Meetingarchitektur oder im Rahmen einer Zukunftskonferenz, die den Bogen vom Gestern zum Morgen spannt.

3. Weniger „Tschaka“ – mehr Flow. Viele Menschen misstrauen instinktiv dem großen Wort, dem allzu Inszenierten. Daher ist es wichtig, den Informationsfluss vor, während und nach der Veranstaltung authentisch zu gestalten. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter beim Change mitnehmen wollen, sollten keine „dicke Trommel rühren“ – und sich davor hüten, eine PR-Maschinerie aufzufahren. Weniger ist mehr, weil es echter ist. Bei Change-Projekten sollten Eventplaner daher ganz anders agieren als z.B. bei Jubiläumsfeiern, wo große Worte und ein symbolträchtiger Erzählstrang passend und erwünscht sind.

4. Nicht in Details verlieren: Vertrödeln Sie die wertvolle Zeit nicht mit langweiliger Sachinformation, sondern sprechen Sie die Gefühle und das Wollen der Mitarbeiter an. Eine Großveranstaltung ist zu schade, um Details zu vermitteln. Ihr großes Potenzial liegt darin, nicht nur die Köpfe, sondern die Herzen der Teilnehmer zu erreichen. Für die Details muss die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung herhalten. Über eine Change-Microsite oder vorhandene Kanäle (Intranet / Mitarbeiterzeitung …) werden alle nötigen Informationen zur Verfügung gestellt. Außerdem sollte in der Nachbereitung ein Dialogmedium (Chat, Hotline …) für offene Fragen zur Verfügung stehen und/oder Ansprechpartner benannt werden. Wesentlich ist hier die Rolle der Führungskräfte: Nur wenn sie mit im Boot sind, werden die Mitarbeiter auch mitsegeln.

5. Fragen und Einwände zulassen: Live-Kommunikation nutzt die positiven Effekte der Gruppendynamik, die nötig sind um – siehe oben – eine gemeinsame Realität für alle Beteiligten zu schaffen. Gute Change-Kommunikation baut auf dem Wissen aller Anwesenden auf und verschenkt nicht im klassischen Frontalvortrag 99 Prozent des im Raum vorhandenen Wissens. So sorgt das Event dafür, dass alle den Change mittragen, weil sie ihn von Anfang an mitgestaltet haben. Außerdem – unterschätzen Sie niemals den Standpunkt des Einzelnen: Andere Sichtweisen, verschiedene Erfahrungshintergründe oder auch kulturelle Besonderheiten können wertvolle Impulse geben. Live-Kommunikation aktiviert Kollektivwissen, dazu gehören Mut und

6. Offenheit für Spontanes: Sehr viele Unternehmen scheuen gerade bei Change-Projekten dialogorientierte Veranstaltungsformen, weil die Geschäftsführung nicht Rede und Antwort stehen will und sich vor unkontrollierbaren Fragen fürchtet. Aber: Für Profis ist durchaus planbar, wie sich Inhalte im Veranstaltungslauf bewegen und welche Erfahrungen Teilnehmer dabei machen. Wer alle Stellschrauben kennt, kann entspannt auch Unerwartetes zulassen. So entsteht die Eigendynamik, die Live-Kommunikation erfolgreich macht.

7. Den Change in eine Geschichte einbinden: Stellen Sie die aktuelle Veränderung in einen (historischen / institutionellen / personellen …) Zusammenhang: Wer die Herleitung versteht, erkennt auch den Sinn und hat automatisch weniger Vorbehalte gegen den Change. Außerdem werden die Mitarbeiter es honorieren, dass sie ernst genommen und über die Hintergründe informiert werden.

8. Follow up, Ergebnistransfer und weitere Abläufe organisieren. Dokumentieren Sie die Veranstaltung für die Mitarbeiter, die nicht teilnehmen können oder für alle, die es noch einmal erleben wollen. Und: Keiner verlässt den Raum ohne Ergebnis! Eine Veranstaltung kann noch so toll sein. Wenn keine Ergebnisse und Handlungen daraus resultieren, verpufft der Effekt. Daher lohnt es sich, Commitment zu organisieren und einen Fokus zu setzen.

9. Commitment organisieren: Nach der großen Veranstaltung geht der Change wirklich los. Beim Event wurden die Mitarbeiter involviert und dieses Involvement muss in den Alltag mitgenommen werden. Wie schon im Punkt „nicht in Details verlieren“ angesprochen, ist die Nachbereitung extrem wichtig. Jeder (jede Abteilung / jedes Team) sollte eine Aufgabe übernehmen und damit die Verantwortung für den Erfolg des Prozesses mittragen.

10. Fokus setzen und nicht aus den Augen verlieren: Die übernommenen Aufgaben sind teilweise kleinteilig und ergeben erst zusammengenommen das große Ganze – den Change. Der Fokus auf dieses zu erzielende Gesamtergebnis darf nicht vergessen werden. Regelmäßige Treffen oder erweiterte Kommunikationsmaßnahmen, wie unter Punkt 4 beschrieben, müssen sich immer wieder auf diesen Fokus beziehen. Toll ist zum Beispiel eine Metrik (Eieruhr, Bällchenröhre, Balkendiagramm ...) die deutlich macht, wie weit man schon gemeinsam gekommen ist.

Wesentlich ist, dass alle Beteiligten (angefangen bei der Geschäftsführung) den Change als Chance und nicht als notwendiges Übel begreifen. Wer das erreicht, hat schon gewonnen und wird die Dinge nicht nur anders sondern vor allem besser machen.

 
13.10.2015
 | DOMSET (info@domset.de)

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